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Dezember 2009


Zusammenfassender Bericht Dezember 2009


1. Politische Treffen:
Diese sind geteilt in das Lobbying für ein gesamtstaatliches Sozial- und Gesundheitsministerium und in die Einführung der (österreichischen) Pflegestufen bei schwerstbehinderten Menschen.

Gesamtstaatliches Gesundheits- und Sozialministerium:
Diese Aktivität ist zurzeit schwierig zu realisieren, durch die Veränderung im Kosovo: Die Serben in der Republika Srpska (RS) drohen mit einer ähnlichen Abspaltung der RS und sind derzeit wenig kooperativ.

Treffen mit dem Staatspräsidenten Haris Silajdzic .Dieser ist ein Befürworter der Institutionen auf Staatsebene und damit auch des Gesundheits- und Sozialministeriums. Er wird dieses Anliegen im Auge behalten und mit seinen Ministerkollegen diskutieren. Er bestätigt die Schwierigkeit auf politischer Ebene im Moment.

Pflegestufen bei Schwerstbehinderten: Als Schwerstbehinderte haben wir die Pflegestufe 5, 6 und 7 vorgeschlagen, dies wurde von Seiten der RS auch akzeptiert.
Ein Kontakt mit dem Minister für „Soziale-Angelegenheit und Arbeit“ der Föderation Dr. P. Jelecevic ergab große Aufgeschlossenheit in der Föderation eine zusätzliche Hilfe für Schwerstbehinderte einzuführen. Es wird diskutiert. Menschen mit Pflegestufe 6 und 7 monatlich 400€ zu unterstützen.

Bei einem Interview mit der größten Tageszeitung AVAZ berichtet der Reporter über die großen Schwierigkeiten zwischen den Etnien. Er ist skeptisch dass in den nächsten Jahren staatliche Einrichtungen, besonders auf dem Gesundheits- und Sozialgebiet geschaffen werden. Er meint, dass die lokalen Behörden zur Zeit viel Macht haben, die sie nicht aufgeben wollen.
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Bei einer langen Diskussion mit dem österr. Botschafter Almhofer werden die verschiedenen politischen Probleme angesprochen. Er ist primär nicht überzeugt von der Notwendigkeit eines gesamtstaatlichen Gesundheits- und Sozialministeriums, lässt sich aber durch unsere Argumente überzeugen. Er wird sich auf diplomatischer Ebene für dieses Problem einsetzen.

2) Projektarbeit:
Der Einsatz der Persönlichen Assistenten (PA) hat sich sehr bewährt.

Dr. Mufic ist weiter bereit mitzuarbeiten. Sein Zugang ist sehr pragmatisch. Er wird schrittweise Kontakte zu anderen Ärzten aufnehmen um die Pflegestufen bekannt zu machen.

3) Orthopädische Klinik Sarajewo:
Treffen mit Prof Ismet G. Dr Semin hat die sozialen Huftoperationen exakt nachuntersucht. Von Ismet wurde ein Sponsor gefunden, sodass einzelne Operationen wieder stattfinden. Bei einem Klinikbesuch wurde der Mangel an Management festgestellt. Eine ganz geringe Verbesserung dürfte stattgefunden haben.

Zusammenfassung:
Die laufenden Projekte in Bosnien- Herzegowina entwickeln sich in Richtung NACHHALTIGKEIT. Dies wird auch von allen Gesprächspartnern sehr lobend erwähnt.
Die praktische Arbeit ist sehr vielfältig und schwierig.
Die politischen Kontakte sind deutlich intensiviert und scheinen für die Zukunft erfolgversprechend.
Die Projektarbeit läuft gut, muss aber noch besser strukturiert werden. Das Arbeitsklima bei Sumero ist sehr gut.
Die Weiterarbeit in Bosnien ist sinnvoll!