Projekt "Surgery for Ghana"> zurück zur Übersicht

St. Joseph´s Hospital, Koforidua, Ghana
Reisebericht 03. - 17. November

 

Reisebericht Austrian Doctors for Disabled
Univ. Prof. Dr. Christian Wurnig, Dr. Bernhard Neugebauer,
Dr. Radomir Cumlivski, Dr. Eva Golloh

 


Samstag, 3. November
Ankunft pünktlich in Accra eine Stunde vor Mitternacht, die afrikanische Wärme tut uns gut nach der Kälte in Österreich. Wir werden von unserem Fahrer Stephen abgeholt und in ein einfaches, aber sauberes Hotel in Osu / Accra in der Nähe des Flughafen gebracht. Das Wasser wird nur auf Wunsch aufgedreht, da wir das am Abend noch nicht wissen, gehen wir ohne geduscht zu haben ins Bett.

Sonntag, 4. November
Wir treffen uns zum Frühstück mit unserem Fahrer und einem Ghanaer, der uns ein bisschen über das neue Versicherungssystem in Ghana erzählen kann. Seit kurzem gibt es in Ghana eine Krankenversicherung, aber es ist noch nicht ganz klar, welche Leistungen bezahlt werden.
Kurz nach Mittag haben wir einen Termin im OTC, dem Orthopedic Training Centre in Nsawam, einem Rehabilitationszentrum vorwiegend für Kinder. Von der Firma Bständig in Wien haben wir dafür 25 Paare Krücken gespendet bekommen, die jetzt in Skisäcken verpackt am Dachträger unseres Autos liegen. Im Rehabilitationszentrum werden uns von den verantwortlichen Leitern 7 Patienten, meist Kinder mit Missbildungen vorgestellt, die dringend eine Operation brauchen. Aus medizinischer Sicht können  wir 5 Patienten vormerken, ein 17- jähriges Mädchen hat eine so hochgradige Deformation der Beine dass wir sie  mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nicht operieren können.
Inzwischen ist Br. George, der administrative Leiter des St Joseph ´s  Hospital eingetroffen um uns abzuholen. Es ist schon finster und es beginnt zu regnen. Mit fortschreitender Fahrt kühlt es auch ziemlich ab, aber die Fenster des alten Pickup Nissan lassen sich nicht ganz schließen.
Wir kommen schließlich gegen 20h im Spital an und bekommen gutes afrikanisches Essen mit Fisch, Huhn, einer scharfen Sauce und Reis. Wir werden von den anderen Brüdern freundlich begrüßt und gehen fast glücklich schlafen, da hier zwar im Moment nicht das Licht im Bad aber doch das Wasser funktioniert.

Montag, 5. November
Nach dem Frühstück können wir endlich Dr. Casals, den einzigen ständig hier arbeitenden Orthopäden begrüßen. Er steht bereits im OP und operiert einen jungen Mann mit  Oberschenkelmehrfachfrakturen. Ihm fehlt bei seiner Operation natürlich genau der Gamma - Nagel, den wir ihm aus Österreich mitnehmen hätten können, wenn die Kommunikation besser funktioniert hätte.
Unser Anästhesist Dr. Radomir bleibt im OP, wir machen inzwischen einen Rundgang durch die Stationen. Wie befürchtet leiden die meisten Patienten unter Verletzungen, teils schon sehr alt und fehlverheilt oder an Deformationen, die oft in dem Stadium in dem wir sie vorfinden nicht mehr einfach zum operieren sind. Die Frauenstation allein würde ein OP-Programm für Wochen abgeben Wir finden auch sehr viele missgebildete Kinder. Wieder fragen wir uns warum dem so ist. Die Fehlstellungen sind so massiv, dass auch unsere Spezialkliniken in Europa ziemlich gefordert wären. Dr. Bernhard geht in den OP zurück und operiert ein Kind mit einer 2 Monate alten, schlecht verheilten Unterarmfraktur, die er neu verplattet. Bei einem anderen Kind mit einer offenen Trümmerfraktur am Oberschenkel nach einem Unfall vor wenigen Tagen muss aufgrund des Blutverlustes und des schlechtem Allgemeinzustands die Operation nach einem Zwischenfall wieder abgebrochen werden.
Dr. Christian hat inzwischen 4 Patienten für morgen festgelegt und ich beginne die dazugehörigen Röntgenbilder zu fotografieren.
Nach dem Abendessen wollen wir noch zu Fuß in die Stadt. Vorbei am alten Bahnhof, der leider langsam verfällt und über die Gleise, über die die Strasse einfach drüberasphaltiert wurde. Möglicherweise gäbe es weniger Autounfälle wenn das ehemals funktionierende Eisenbahnnetz aufrechterhalten worden wäre.
Wir trinken ein Bier in einem Cafe und machen uns - schon müde - wieder auf den Heimweg. Auf der Zufahrt zum Spital erwartet er uns bereits ein Notfall. Der Patient ist ein 33jähriger Nationalparkwärter, der bereits am Vormittag einen Autounfall hatte, und mit einer offenen Oberschenkelfraktur und Brüchen in den Fußwurzelgelenken in ein Government Hospital gebracht und von dort zu uns transferiert wurde. Der Patient ist bei Bewusstsein und hat sehr starke Schmerzen. Die Röntgenassistentin muss erst verständigt werden, Blutlabor gibt es auch keins, das große Röntgen ist auch kaputt. Dr. Radomir sucht im OP nach einem Medikament zur Schmerzbekämpfung und wir versuchen den Patienten mit Hilfe der Verwandtschaft irgendwie von der Bahre auf den Röntgentisch zu bringen. Die Platten werden mit Papier umwickelt um nicht blutig zu werden, die Entwicklung der Bilder dauert eine Weile. Es wird ein Bett gesucht, Dr. Bernhard organisiert die Extension der Brüche und um 01: 00 h in der früh ist der Patient stabil und versorgt.

Dienstag,  6. November
Im OP gibt es die ersten technischen Pannen. Die Bohrmaschine funktioniert nicht richtig, der Kompressor baut zuwenig Druck auf und der Bohrer ist auch stumpf. Es werden 3 Operationen durchgeführt. Dem jungen Mann mit Autounfall vor 3 Monaten, der bereits operiert wurde aber einen Plattenbruch erlitten hat, wird der Oberschenkel neu verplattet, eine junge Frau mit Unterarmfraktur  wird operiert und eine ältere Frau, die seit 20 Jahren ständig  Schmerzen hat  bekommt eine Versteifung des Sprunggelenks und eine Girdlestone-Hüfte.
Am Nachmittag trifft die erste Patientin aus dem OTC, dem Orthopedic Training Centre in Nsawam ein aber es ist kein Bett frei. Vor dem Spital parkt ein Ambulanzwagen. Es ist von der Schweiz gespendet worden und sehr gut ausgestattet, aber der schmutzige Autoersatzreifen liegt der in der Mitte des Wagens direkt neben der Trage. Immerhin wäre er bei einer Panne schnell bei der Hand!  

Mittwoch, 7. November
Es ist ein weiterer Patient aus dem OTC gekommen, ein 3 jähriges Kind, links unterschenkelamputiert. Ich versuche ein Bett und das Blutbild für ihn zu organisieren, da der Bub dann noch im Anschluss nach den vorgemerkten Patienten operiert werden könnte.
Wir haben beide OP-Säle  für uns alleine, Dr. Casals arbeitet in der Ambulanz und der Allgemeinchirurg operiert heute nichts.
Unser erster Patient ist ein ca 50-jähriger Mann mit einer Pseudarthrose des Humerus. Dr. Christian macht parallel im anderen Saal eine Girdlestone-Hüfte bei einer Frau und operiert mit Dr.Bernhard als nächstes einen 13-jährigen Buben, der vor 3 Tagen einen Unfall mit Unterarmfraktur erlitten hat. Der letzte Patient am Programm ist ein junger Mann mit einem schlecht verheilten Oberarmbruch nach einem Autounfall vor einem Jahr. Jetzt geht auf einmal das Licht im OP aus. Ein Gewitter tobt und Dr. Bernhard, der gerade die  Pseudarthrose am Humerus bei einem jungen Mann verplattet, operiert mit einer provisorischen Notlampe weiter. 10 Minuten später geht das Licht wieder an um gleich darauf wieder auszugehen. Das Licht kommt wieder und die Stumpfkorrektur bei dem 3 jährigen amputierten Kind kann anfangen. Im Vorraum warten inzwischen weitere Patienten des Rehabzentrums und  hoffen dass sie operiert werden. Ich bemühe mich sie im Guesthouse des Spitals unterzubringen. Eine Patientin hat ihre Versicherungskarte vergessen und muss nach Hause fahren um sie zu holen.

Donnerstag,  8. November
Dr. Christian operiert die Patientin mit der Fehlstellung im Knie, dann fährt er nach Accra, er hat einen Termin in der Ghana Medical School in Korlebu.
Dr.Bernhard operiert J. M, die Notaufnahme vom Dienstag abend. Die Operation dauert um 2 Stunden länger als üblich, weil die Bohrmaschine die halbe Zeit streikt. Im OP lernen wir Dr. R.aphael Q., einen ghanaischen Orthopäden kennen,  der die letzten beiden Jahre eines 5 jährigen Stipendiums  in Russland absolviert. Eine neuerliche Notaufnahme, ein Refer case aus dem Central Hospital kommt. Der Patient blutet aus einer Wunde in der Perinealgegend und hat ein Hämatom am rechten Oberschenkel. Es gibt nur ein Beckenröntgen, das einen Trochanterabriss zeigt, aber kein Oberschenkelröntgen. In der Nacht kommt noch ein Notfall von der Elfenbeinküste, ein Bruch des Oberarmkopfs, um den sich Dr. Bernhard kümmert.

Freitag,  9. – Montag,  12. November
Heute wird eine 26-jährige Patientin operiert, die bereits vor 2 Jahren einmal operiert wurde. Die Brüche sind nie verheilt und Bernhard verplattet neu, nachdem die OP-Schwester wieder aufgetaucht ist. Sie war länger als eine Stunde nicht auffindbar, weil sie in der Stadt etwas auf die Bank erledigt hat.
Der nächste Patient ist ein junger Mann, mit Knocheneiterung am Oberschenkel. Das Bein ist in einem katastrophalen Zustand.
Gegen 17 h fahren wir im strömenden Regen Richtung Winneba um das Wochenende am Strand zu  verbringen. Wir  freuen uns, über ein bisschen Erholung und genießen 2 Tage am Atlantik in unmittelbarer Nähe eines kleinen Fischerdörfchens. Wir besuchen auch die beiden Spitäler in der nächstgelegenen Stadt Winneba und bieten an, dass wir in Zukunft hier eine kostenlose orthopädische Ordination am Wochenende abhalten und einzelne Patienten, wenn notwendig, dann in Koforidua operieren könnten.
Dr. Bernhard und Dr. Radomir fahren bereits am Sonntag wieder zurück nach Koforidua um am Montag zu operieren, Dr. Christian und ich haben noch einen Termin in der Ghana Medical School in Korle Bu, die für die Ausbildung und Lehre der Fachärzte zuständig ist. Unserem Fahrer „Obroni“ geht das Auto ein, er schafft es aber zu unserem Erstaunen den defekten Ventilator bis zum Ende unseres Termins zu reparieren.

Dienstag,  13. November
Dr. Christian operiert gleich in der früh einen spastisch gelähmten Buben, Dr. Bernhard macht eine Versteifung am Knie einer Frau. Ich versuche das Outcome der von den Doctors for Disabled in den letzten 2 Jahren durchgeführten Operationen zu dokumentieren,  stoße aber überall auf Schwierigkeiten. Teils fehlt der Krankenakt selbst, teils fehlt die fortlaufende Nummer ohne die die Patienten nicht gefunden werden können. Zu unserem Erstaunen werden Patienten zwar zur Kontrolle einmal einberufen, es werden aber kaum Notizen darüber gemacht.
Ich mache mich wieder auf die Suche nach den Patienten des Rehabzentrums. Patienten, die kein Bett bekommen haben, werden nicht wirklich registriert und welche Patienten in den Guesthouses des Spitals logieren, darüber gibt es anscheinend keine Listen.  Also mache ich mich selbst daran, das kleine spastisch gelähmten Mädchen zu suchen und finde das 8 jährige Kind, wie immer am Rücken seiner Großmutter festgebunden, wartend im Hof des Spitals. Die andere Patientin kann ich auch im Guesthouse nirgends finden, sie war zum 2. Mal ohne gültige Versicherung im Spital eingelangt und wurde erneut weggeschickt. Noch im Guesthouse werde ich von einer Frau am Ärmel gezupft und in ein Zimmer gebeten. In den 5 Betten liegen Männer. Die Frau zeigt mir Röntgenbilder von einem Mann, an beiden Beinen sind mehrere Frakturen erkennbar. Ein „frischer Autounfall“ von letztem Samstag. Im Bett daneben dasselbe, ein Autounfall am gleichen Tag passiert, aber ein anderer Unfall. Im dritten Bett liegt ein Mann nach einem Autounfall vor einer Woche. Er hat einen offenen Oberschenkelbruch, notdürftig verbunden. Ich schreibe mir die Namen der Verletzten auf und verlasse das Haus. Später gehe ich mit Dr. Bernhard noch einmal hierher und wir versprechen, auch diese Unfallopfer nach Möglichkeit noch zu operieren.
Wir sind müde und gehen bald schlafen.

Mittwoch, 14. November
5 Patienten stehen am OP-Programm. Dr. Bernhard operiert eine Frau die durch einen fehlverheilten Bruch am Oberarm eine Pseudarthrose bekommen hat, die eine Beule von ca. 15 cm Umfang ausmacht. Anschließend nagelt er einen gebrochenen Oberschenkel. Dr.Christian macht eine Knieversteifung mit einem Fixateur Externe, dann eine Girdlestone- Operation bei einem 16- jährigen Buben mit Sichelzellanämie, was keine leichte Entscheidung ist. Als letzter Punkt wird noch das 8- jährige spastische Mädchen operiert. Es ist schon 15 h am Nachmittag und das OP-Personal möchte eigentlich das Mädchen verschieben. Es gelingt letztendlich das Kind trotz aller Proteste doch noch auf den Tisch zu bringen, es ist ihre einzige Chance, wenn wir wegfahren, muss sie weiterhin von ihrer Großmutter getragen werden. Ich freue mich auch für die Großmutter, die seit 8 Jahren ihre Enkelin den ganzen Tag am Rücken festgebunden trägt, in aufrechter Haltung und ohne zu klagen. 
Nachmittags werden wir von Dr. Casals abgeholt und in sein Haus eingeladen. Seine Frau, die ansonsten in Spanien lebt, ist auch hier, da ihr Onkel, der ein „Chief“ war, nächste Woche begraben wird. Auf der Einladung zum Begräbnis steht, dass der Onkel bereits am 11. Juli verschieden ist und über den Sommer auf Eis gelegt wurde. Die Frau von Dr. Casals erzählt von den Begräbnisvorbereitungen und erklärt dass jetzt noch Goldstaub auf die Haut des Onkels aufgetragen werden muss.

Donnerstag, 15. November
Im OP wird von Dr. Bernhard und Dr. Christian ein Unfallpatient mit einer Unterschenkelfraktur verschraubt und verplattet. Zwischen den regulären Punkten kommt noch ein Bub dazu, der sich in der Schule verletzt und einen supracondylären Oberarmbruch zugezogen hat.
Es bleibt nur mehr der Freitag um Patienten zu operieren und ich mache mich auf den Weg um nochmals die letzte der angekündigten Patientinnen aus dem OTC zu suchen. Sie ist wieder aufgetaucht, hat inzwischen gar kein Geld mehr, kann auch nichts zu essen kaufen und ich versuche mit dem Medical Director des Spitals ein Agreement für diesen Fall zu finden, da die Patientin nicht einmal mehr das Geld für eine Heimreise hat. Sie ist verschüchtert und sitzt einfach da. Ich bringe ihr etwas zu essen und nachdem wir versprechen, anfallende Kosten großteils zu übernehmen, wird der Patientin für den nächsten Tag ein Bett zugesagt und ich schreibe sie auf die Operationsliste für unseren letzten Tag.  Dr. Bernhard möchte auch noch die beidseitigen Frakturen eines der  Unfallopfers vom Guesthouse auf das Programm bringen und eine Krankenschwester stellt eine jungen Patientin mit beidseitiger Fehlstellung im Knie vor, die dringend bittet operiert zu werden.
Nachdem die Bohrer stumpf sind wird das mit Sicherheit so lange dauern, dass keine weiteren Patienten auf die Liste kommen.

Freitag, 16. November
Der letzte Op-Tag für die Chirurgen. Dr. Christian und Dr. Bernhard operieren die Patientin mit der Fehlstellung im Knie aus dem OTC gleich als ersten Punkt. Bei einem der Unfallopfer aus dem Guesthouse wird die Oberschenkelfraktur mittels Marknagel saniert.
Es wird noch eine offene Unterarmfraktur versorgt und Dr. Bernhard reponiert einen Armbruch bei einem8 jährigen Buben und vergipst ihn auch selbst, obwohl Roberto, der afrikanische Gipser, unser „Master of Plaster“ auch ganz fix ist, aber ebenso im Dauereinsatz steht. Dann kommt noch ein 10- jähriges Mädchen mit Oberarmfraktur, die aber mit Verband versorgt werden kann. Dr. Christian und Dr. Bernhard operieren zusammen noch einen zertrümmerten Unterarm, der ziemlich an der Grenze des machbaren ist. Ich gehe auf die Stationen und fange an, postoperative Bilder unserer Patienten anzuordnen. Das ist nicht immer ganz einfach. Eine Patientin isst gerade und wird deshalb gleich verschont. Einer anderen Patientin ist schlecht, die nächste ist gerade nicht im Zimmer. Ich fülle alle Röntgenanforderungen aus und die Schwestern beäugen ein wenig argwöhnisch die Menge der Zettel. Dann verlange ich noch, mit dem radiologischen Assistenten selber zu sprechen und bitte ihn, die Aufnahmen in 2 Ebenen zu machen. Ich zeige aber auch Verständnis für seine Arbeit, er ist allein und es warten schon viele ambulante Patienten auf der langen Sitzbank vor der Radiologie. Die Röntgenbilder müssen von ihm auch entwickelt werden, und er muss alle Bilder auch händisch beschriften.
Die Patientin mit der Fehlstellung im Knie ist wegen einer frischen Fraktur im OP abgesetzt worden. Sie zeigt sich am Abend, als wir die Patienten besuchen, sehr enttäuscht und es ist auch verständlich, aber wir können nicht mehr machen.
Unsere Arbeit ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Später gehen wir noch auf ein kurzes Abschiedsbier, das muss sein obwohl wir alle nur mehr müde sind.

Samstag, 17. November
Wir stehen sehr früh auf und besuchen die Messe der Brüder in der Kapelle. Nach dem Frühstück werden wir von Br. George nach Accra gebracht. Wir versuchen dort mit dem TroTro weiterzukommen, müssen das aber wegen mangelnder Sprachkenntnisse aufgeben. Wir nehmen uns ein Taxi und landen endlich am Kunstmarkt, wo man recht gut viel Geld ausgeben kann. Es gibt viele sehr schöne Stoffe und Holzschnitzarbeiten und man kann sich auch im Handeln perfektionieren. Ein bisschen was kauft jeder, auch unser eher zurückhaltender Anästhesist wird schwach. Viele Jugendliche spielen auf einem riesigen Feld Fußball, und wir freuen uns über so viele gesunde Beine. Gegen Abend holt uns Stephen, der Fahrer der ersten Stunde ab und bringt uns auf den Flughafen Malpensa, wo wir ein letztes Mal afrikanisches Essen, dafür nochmals in bester Qualität bekommen.
Wir werden sie vermissen, die frischen Fische aus dem Atlantik, die gebratenen Kochbananen und vor allem die Menschen in Afrika.