Newsletter
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3. Newsletter, Mai 2007

Liebe Mitglieder, Liebe SpenderInnen und FreundInnen unserer Gesellschaft!
Wir freuen uns, Dich/Sie über unsere neuen Aktivitäten informieren zu können.

Diesmal richtet sich unser Newsletter auch an persönliche Freunde und Bekannte, die wir auch über die Idee des Ökosozialreportes informieren möchten.
Wir hoffen auf ein Interesse und wünschen uns kreative Vorschläge!

Martin Salzer und sein Team

DFD News

Chirurgische Behandlungen im Buschkrankenhaus in ASAFO:
Leitung: Heidi Wrabetz

Das Krankenhaus Asafo wurde vor 50 Jahren vom Orden der Barmherzigen Brüder (spanische Provinz) errichtet. Es liegt mitten im Regenwaldgebiet in der Westregion Ghanas, weit ab von jeder Zivilisation (nächste größere Stadt Kumasi ist ca. 300 km entfernt). Es ist medizinisches Zentrum für ca. 100.000 Menschen. Es hat derzeit 120 Betten, die von einer internen, chirurgischen, gynäkologischen - geburtshilflichen und Kinderabteilung belegt werden.
Wie überall in Afrika, hat das Krankenhaus mit enormen Problemen in Bezug auf Finanzierung und personeller Ausstattung zu kämpfen.

Die Schwerpunkte werden sein:

  • Förderung einheimischer Spitalsärzte
  • Planung des Materialbedarfs und Kostenvoranschläge
  • Planung und Durchführung von Konsiliarbesuchen
  • Lösungsansätze um armen Patienten eine kostenlose Behandlung zu ermöglichenKontaktzu Regierungsstellen

Neues aus Bosnien:
Unterstützungsmaßnahmen bei 100 Schwerstbehinderten laufen intensiv weiter.
zum Projekt | Download Jahresbericht 2007

Projekt Koforidua, Surgery for Ghana:
Zweiter orthopädisch-unfallchirurgischer Einsatz:
Vom 3. bis 16. März arbeiteten 3 Ärzt/innen im St Joseph Hospital in Koforidua, Ghana. Der Hauptteil der chirurgischen Tätigkeit umfasste Frakturversorgungen, Operationen am Hüftgelenk, Plattenentfernungen und orthopädische Operationen bei spastischen Patienten. Bei einem nach Sturz von einem Lastwagen gelähmten 25jährigen Mann ist es dem österreichischen Team geglückt, die luxierte Halswirbelsäule unter Röntgenkontrolle wieder einzurichten.
Plan und Ziel derzeit für den nächsten Einsatz in Koforidua: Wirbelsäulenpatienten sollen selektiert und die Operationen für das kommende Ärzteteam vorgemerkt werden. Nach Rücksprache mit dem einheimischen Arzt werden die benötigten Instrumente dafür vom österreichischen Team mitgebracht.

11. März: Vortrag Prof. Christian Wurnig
Anläßlich der Tagung: Gender Medizin, Winterschule Schruns wurde von Univ Prof Dr Christian Wurnig im Rahmen der „late night lectures“ ein Reise- und Erfahrungsbericht der bisherigen Tätigkeit der DfD in Ghana gehalten.

16. März: Benefizveranstaltung Univ Prof Dr Georg Grohs in Wien.
Ein im privaten Rahmen gehaltener Vortrag und Reisebericht über den Einsatz des Orthopädenteams mit anschließendem Verkauf einiger Kalender füllte unsere Projektkasse wieder ein bisschen auf.

Dritter Mali Einsatz vom 21.03.07 bis 31.03.07
Österreichische Teilnehmer: Anita Kux; Matthias Kux, MD; Christof Radler, MD; Martin Salzer, MD; Karin Waschak, MD, Klaus Zhuber, MD

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Martin Salzer, Klaus Zhuber und Anita Kux kamen am 20.03.07 in Bamako an. Bereits am 21.3 wurden alle zur Operation gemeldeten Kinder untersucht. Am 24.3. folgten Karin Waschak und Christof Radler nach.

Neben dem Centre National D `Áppareillage Orthopedique du Mali (kurz CNAOM), wo die Ponseti Methode angewandt wird, erfolgt in einem nahe liegendem District Spital die Vorbereitung zur Durchführung von Klumpfußoperationen. Dabei unterstützen der Direktor Prof. Traore sowie der Hauptanästhesist, M. Balo, tatkräftig.

In Mali muss für alle Operationen von Patienten oder Angehörigen ein „Paket“ gekauft werden, das alle Utensilien und Medikamente für die Operation beinhaltet. Dies konnte für die Klumpfussoperationen von DfD bereitgestellt werden, sodass den Patienten keine Kosten entstanden.

Die jungen lokalen Ärzte Dr Fane und Dr. Kire , die von uns in der Ponseti Methode ausgebildet wurden und auch Tenotomien ( Durchtrennen der Achillessehne zur Korrektur des Spitzfusses) durchführen, übernahmen unter der Obhut von Klaus Zhuber die Vorbereitung und Nachbehandlung der operierten Kinder.

Am 22.3 fand ein erstes Treffen mit HANDICAP INTERNATIONAL statt. Nach der Vorstellung unseres Projektes wurde festgehalten, dass unser Projekt erst zu einem späteren Zeitpunkt von HANDICAP INTERNATIONAL unterstützt werden kann. Die Kostenübernahme für die Nachbehandlungsschienen wird bald möglich sein.

Der Direktor des CNAOM versprach die volle Unterstützung für das Projekt. Dies gilt speziell für das Einrichten der Räumlichkeiten für die Nachbehandlung und für die neue notwendige Strukturierung des Zentrums. Um die Struktur des Projektes zu verbessern wurde ein Organigramm erstellt, welches die verschiedenen Bereiche und Aufgaben der einzelnen lokalen Projektteilnehmer und Mitarbeiter definiert. Dieses Organigramm wurde in der Gruppe sowie in Einzelgesprächen diskutiert und entsprechend den lokalen Gegebenheiten und den persönlichen Möglichkeiten modifiziert.

Ismaila KONATE, Präsident der FEMAPH stellt über das „Programme nationale de rééducation à base communautaire“ für das Jahr 2007 6000t Euro für unser Klumpfussprojekt in Aussicht. Dies für: Ausbildung, Ausrüstung, Schulung sowie Prävention und Behandlung der Behinderten. Das Klumpfußprojekt soll als ein Schwerpunkt in das nationale Programm aufgenommen werden.

Karin Waschak Assistenzärztin am Orthopädischen Spital Speising und erfahren in der Ponseti Methode, konnte mit Hilfe eines Stipendiums der Österreichische Gesellschaft für Orthopädie an dieser Projektreise teilnehmen. Sie führte den Großteil der Supervision und Lehrtätigkeit während der folgenden Tage durch.

Im Lauf der Woche wurden 66 Kinder untersucht und gegipst, 3 Tenotomien und 4 Operationen durchgeführt.

Schließlich konnten die ersten 5 Trainees zu Trainern ernannt werden und bekamen bei einer kleinen Feier ein entsprechendes Zeugnis überreicht. Diese frischgebackenen Trainer begannen schon am folgenden Tag mit dem Unterricht der nächsten Gruppe.

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Veranstaltungen

1) Angewandte Entwicklungszusammenarbeit in Afrika
Anschlussveranstaltung zu "Medizin gegen Armut“

Eine Veranstaltung von Doctors for Disabled und dem Auslandsbüro der Wiener Ärztekammer

Datum: Montag, 7. Mai 2007!!!
Zeit: 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: Ärztekammer für Wien, Unterteilung, Großer Sitzungssaal
Weihburggasse 10-12, 1010 Wienrt:

Themen und ReferentInnen:

  • Begrüßung:
    Gerhard Polak, Ärztekammer für Wien
  • Gelingt Armutsbekämpfung durch medizinische Projekte?
    Martin Salzer, Doctors for Disabled
  • Klumpfußbehandlung in Mali
    Christof Radler, Doctors for Disabled
  • Chirurgische Tätigkeit in einem Buschspital in Ghana
    Heidi Wrabetz und Matthias Kux, Doctors for Disabled
  • Orthopädisch – Traumatologische Chirurgie in Ghana
    Christian Wurnig, Doctors for Disabled
  • AIDS Haus Ougadougou / Burkina Faso - soziale Betreuung von AIDS Kranken
    Peter Bock, Laafi – Initiative für Entwicklungszusammenarbeit
  • HIV/AIDS - Behandlung in Afrika am Beispiel Maketes/Tanzania – Korruption und Gebergelder als
    negativer Einflussfaktor beim „Rapid Scaling Up“ der Antiretroviralen Therapie!

    Rainer Brandl, EAWM
  • Erziehung und Bildung – eine Waffe gegen Armut und Ausschließung in Mali
    Es gibt keine ärmeren Menschen als Kinder, die keine Möglichkeit haben in die Schule zu gehen, weil die Infrastrukturen fehlen. Mamadou Kone, Österreich Malische Gesellschaft

Diskussion – anschließend “Malisches Buffet”
Sponsor: Heinz Stemberger, Honorarkonsul der Republik Mali


2) Konzert für Nächstenliebe
Mittwoch, 23. Mai 2007
Ausstellungshalle des Museum für Angewandte Kunst (MAK) in Wien, nähere Informationen: www.naechstenliebe.or.at
Das Projekt von Heidi Wrabetz und Matthias Kux wird präsentiert. Eine Spende wird überreicht.


3) Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Orthopädie (ÖGO)
14. - 16. Juni 2007, Hofburg Wien
Veranstaltungsblock: Orthopädische Entwicklungszusammenarbeit
Datum: 14. Juni 2007
Beginn: 8.30 Uhr
Ort: Hofburg Wien, Trabantenstube

Vorsitz: M. Salzer, Ch. Wurnig
Begrüßung: P. Ritschl
Eröffnung: Fr. Daria Krsticevic, Botschafterin von Bosnien-Herzogowina,
Heinz Stemberger, Honorarkonsul d. Republik Mali

Themen und ReferentInnen:
• Orthopädische Entwicklungszusammenarbeit - Was ist das?, M. Salzer
• Klumpfußbehandlung in Mali, Ch. Radler, G. Traore, M. Kux, M. Salzer
• Chirurgie in Ghana, Ch. Wurnig
• Orthopädische Entwicklungszusammenarbeit in Eritrea, P. Griss
• Diskussion
• Unsere Projekte in Bosnien- Herzogovina, Lejla Valjevcic, H. Haveric, I. Gavrankapetanovic, S. Becirbegovic, M. Salzer
• Orthopädietechnik in der EZA in Bosnien- Herzogovina , H. Oppel, M. Ettenauer, M. Salzer
• Neuroorthopädische Entwicklungszusammenarbeit, W. Strobl
• Das EZA-Stipendium der Österr. Ges. f. Orthopädie, P. Ritschl
• Diskussion

Offizielle Kongresseröffnung: 12:00 bis 13:30 Uhr
Anschließend: Generalversammlung Doctors for Disabled
Ort: Trabantenstube

Achtung: Um für diese Veranstaltung vergünstigten Eintritt zu bekommen,
melden Sie sich bitte unbedingt !!! formlos unter: office@doctorsfordisabled.at, an.

 


4) Südwind-Straßenfest
Samstag, 2. Juni 2007, 14:00 - 22:00
Unicampus, 1. Hof, Altes AKH, 1090 Wien
Docotors for disabled wird mit einem Stand vertreten sein.

 

AUFRUF ZU EINEM TÄGLICHEN ÖKOSOZIALREPORT IM ORF

Globale soziale Entwicklungen gehen uns alle etwas an, genauso wie die ökologischen Veränderungen, die höchstwahrscheinlich zu einem Klimawandel führen werden. Es gilt daher zu handeln, damit die nachkommenden Generationen auch noch die Möglichkeit haben, eine lebenswerte Umwelt aufzufinden, in der eine möglichst gerechte und gesunde menschliche Entwicklung möglich ist.

Als Basis zu einem Handeln müssen wir verlässliche regelmässige Informationen bekommen, die über die soziale und ökologische Lage im In- und Ausland berichten.
Dazu schlagen wir vor, im öffentlich-rechtlichen österreichischen Rundfunk (ORF) einen täglichen Ökosozialreport einzurichten. Dieser könnte soziale Probleme, sowie klimatische und ökologische Berichte aus Österreich und dem Ausland aufgreifen und umfassend positive bzw. negative Aspekte dokumentieren. Gleichzeitig stellt der tägliche Ökosozialreport eine Informationquelle über die zahlreichen einschlägigen Beiträge im ORF dar.

Erste Kontaktversuche zum neuen Generaldirektor Alexander Wrabetz von Martin Salzer sind aus den folgenden E-Mails zu ersehen:

Sehr geehrter Herr Generaldirektor,
ich gratuliere herzlich zum Sonderpreis für Ihre Schwerpunktwoche zum Klimawandel ! Gleichzeitig möchte ich die Anregung wiederholen, einen TÄGLICHEN "ÖKOSOZIALREPORT" einzuführen. Das ist wahrscheinlich im Radio - ähnlich dem MEHRFACH täglichen "Börsereport" - leichter, als im Fernsehen……

Sehr geehrter Herr Generaldirektor!
Es scheint höchste Zeit zu sein, einen täglichen "ÖKOSOZIALEREPORT" im ORF einzuführen.
Es war schön, dass Sie eine Schwerpunktwoche "Klimawandel" durchführten. Aber in Zeiten wie diesen, wo die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder durch globale soziale und klimatische Entwicklungen ernsthaft gefährdet ist, muss eine Anstalt wie der ORF klare Schwerpunkte setzen. Ich bin überzeugt, dass Sie ähnlich denken. Wenn Ihnen eine Unterstützung von Sehern und Hörern hilft, kann ich eine solche mit meinen FreundInnen geben ...

Antwortschreiben der Generaldirektion:
Sehr geehrter Herr Salzer!
Vielen Dank für die Übermittlung Ihrer Sendungsidee "Ökosozialreport" an Herrn Dr. Alexander Wrabetz.
Im Augenblick werden sehr viele neue Ideen und Konzepte durch ein speziell dafür eingerichtetes Team geprüft. Dies wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen, bevor entschieden wird, welche Vorschläge eventuell umgesetzt werden können. Ich habe Ihre Idee an unser Team weitergeleitet, das sich gegebenenfalls mit Ihnen in Verbindung setzen wird ...

Um nicht auf den „gegebenen Fall“ warten zu müssen, könnten wir eine Internetaktion beginnen. Anregungen dazu bekamen wir durch einen Standard-Artikel von Thomas L. Friedman: In Amerika gelang es einer Umweltschutzgruppe durch Internetaktivitäten einen US-Energiegroßkonzern dazu zu bringen, in energiesparende Projekte zu investieren. Zitat:“ Wahrheit plus Leidenschaft plus Internet kann eine unwiderstehliche Flut an Veränderungen auslösen.“
Interessierte FreundInnen sind herzlich eingeladen, uns Vorschläge zu übermitteln.

Motto:
WIR WOLLEN WISSEN WIE ES UM UNS STEHT!
WIR WOLLEN EINEN TÄGLICHEN ÖKOSOZIALREPORT!