Newsletter
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6. Newsletter, Jänner 2008

Liebe Freundinnen und Freunde!

Auch im neuen Jahr warten viele Menschen und Aufgaben auf uns. Wir freuen uns darauf und auf die Zusammenarbeit mit Euch!
Durch Veranstaltungen und persönliche Kontakte hat sich die Adressenliste für unseren Newsletter vervierfacht. Wir danken besonders unseren treuen Unterstützern und unseren Paten.
Ein erfolgreiches glückliches Jahr 2008 wünschen Martin Salzer und sein Team.

DFD NEWS
  • Projekt “Surgery for Ghana ”
    St Joseph´s Hospital, Koforidua , Ghana
    Aufenthalt: 03. November – 17. November 2007
    Teilnehmer: Christian Wurnig, Bernhard Neugebauer, Radomir Cumlivski,
    Eva Gollob


    Das diesmalige Team aus Wien konnte während seines 14-tägigen Aufenthalts in Ghana 30 Patienten mit Missbildungen oder oft jahrelang zurückliegenden Unfällen helfen. Zusätzlich zu den Verletzten oder Gehbehinderten des St Joseph´s Hospital wurden diesmal auch Patienten des Orthopedic Training Center in Nsawam, einem Rehabilitationszentrum vor allem für Kinder, im Spital in Koforidua operiert. Mehr

    Eine Postkartenserie von 16 Bildern als Fotoreportage der Tätigkeit der Ärzte im November 2007 ist zu einem Preis von € 10.- erhältlich. € 9.- davon kommen den nächsten Patienten im Februar 2008 zugute. Ein Tropfen auf dem heißen Stein? Vielleicht – aber ein wichtiger Tropfen für den einzelnen Menschen. Mehr
  • "Klumpfussprojekt Mali"
    Aufenthalt 10. November – 20. November 2007
    Teilnehmer: Martin Salzer, Joachim Gubba, Mamadou Kone



    Ziel dieses fünften Aufenthalts war es, die Behandlungsergebnisse bei möglichst vielen Kindern zu kontrollieren. Insgesamt wurden diesmal 62 Kinder in Bamako und 26 in Sikassou untersucht und behandelt und 2 Operationen durchgeführt, sowie 8 subcutane Tenotomien der Archillessehnen supervidiert. Als Ergebnis der vielen Treffen, die mit den zuständigen Behörden der malischen Regierung und malischen Gesundheitsorganisationen organisiert werden konnten, kann festgehalten werden: Im Rahmen eines Aktionsplans der Nationaldirektion für soziale Entwicklung und durch ein Ministerratsdekret soll das Klumpfußprojekt ab 2008 in das Programm RBC (Réadaptation à Base Communitaire) eingebettet werden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum CNAOM (Centre National d'Appareillage Orthopédique du Mali) und den Behandlungsstellen in den neun Regionen ist von organisatorischer und finanzieller Seite noch nicht geregelt. Ausführlicher Reisebericht ...


    Aufenthalt: 9. Dezember – 15. Dezember 2007
    Teilnehmer: Karin Waschak, Anita Kux

    Im Dezember verbrachten Anita und ich eine weitere Woche in Bamako. Unsere Mission galt diesmal dem Ponsetiprojekt. Wir konnten 44 Kinder behandeln und eine genaue Dokumentation der Fälle anlegen. Die Behandlungsergebnisse der malischen Therapeuten verbessern sich stetig. Auch auf organisatorischer Ebene lässt sich ein Erfolg verbuchen: Dr. Kiré soll von der Regierung als Arzt im CNAOM angestellt werden.

    Die nächste Reise nach Bamako soll im Februar 2008 erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Durchführung von Operationen im Hospital 5 wieder ein Teil der Mission sein.
    Ausführlicher Reisebericht ...

  • Projekt "Hilfe für Schwerstbehinderte in Armut in Bosnien-Herzegowina"
    Aufenthalt 10. Dezember – 15. Dezember 2007

    Teilnehmer DfD: Martin Salzer
    SUMERO-Team (DfD-BiH): Haris Haveric, Morgijana Karic, Esma, Arnela, Anela

    Das Lobbying für ein gesamtstaatliches Gesundheits- und Sozialministerium wird durch die Veränderung im Kosovo zurzeit erschwert. Die Serben in der Republika Srpska (RS) drohen mit einer ähnlichen Abspaltung der RS und sind derzeit wenig kooperativ.
    Bei den Geprächen über die Pflegestufen bei Schwerstbehinderten wird ein Gesetz für die Erhöhung der Hilfe diskutiert. Als Schwerstbehinderte haben wir die Pflegestufe 5, 6 und 7 vorgeschlagen, dies wurde von Seiten der RS auch akzeptiert Mit dem Minister für „Soziale Angelegenheit und Arbeit“ der Föderation wird eine Unterstützung für Menschen mit Pflegestufe 6 und 7 von monatlich 400 € diskutiert.
    Der Einsatz von Persönichen Assistenten zur Unterstützung von bisher 8 Klienten hat sich bereits bewährt und die Lebensqualität der Betroffenen sehr verbessert. Durch Otto-Bock-Adria wurde die Versorgung von 5 Klienten mit Erfolg beendet . Eine Weiterversorgung mit orthopädischen Behelfen wird allerdings ohne Sonderunterstützung schwierig.
    In der Orthopädischen Klinik Kosewo wurden die Operationen des sozialen Hüftprojektes exakt nachuntersucht. Weitere Operationen können dank eines bosnischen Sponsors weiter durchgeführt werden.
    Die Zusammenarbeit mit SUMERO ist sehr gut, erfordert aber aufgrund der Überlastungen der MitarbeiterInnen eine Neustrukturierung.
    Ausführlicher Bericht .....
AKTIVITÄTEN

Patenschaften für Schwerstbehinderte in Bosnien- Herzegowina:

Die Aktivierung der Paten für unsere Klienten in Bosnien-Herzegowina wird intensiv weitergeführt. Das Ziel ist es, den Klientenkreis erweitern zu können und mehr Schwerstbehinderte von unserem Programm profitieren zu lassen. Neue Paten haben wir im Club 41 gefunden :
Der Club 41 ist eine Weiterführung des Serviceclubs „Round Table“ Seine Mitglieder verfolgen als Ziele die internationale Verständigung, den Frieden, die Freundschaft und die Zusammenarbeit zwischen ehemaligen „Round Tablern“ die älter als 41 Jahre alt sind.
In Österreich sind derzeit insgesamt 31 Clubs organisiert. Es ist jedem Club freigestellt Servicearbeit zu leisten. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Hilfe für behinderte Menschen in Bosnien zu sehen. Sie basiert auf dem Engagement jedes einzelnen Mitgliedes oder jedes einzelnen Clubs.

VERANSTALTUNGSRÜCKBLICK

1) Symposium „Schwerstbehinderte in Bosnien- Herzegovina-
Wie können wir helfen?“
Orthopädisches Spital Speising, 19. Oktober 2007
Dieses gemeinsame Symposium von DFD und dem Arbeitskreises für Neuroorthopädie fand am 19.10 im Orthopädischen Spital Speising statt. Die Veranstaltung war trotz früher Beginnzeit gut besucht und es herrschte reges Interesse der Teilnehmer. Prof. Grill eröffnete, die bosnische Botschafterin Frau D. Samardzija hielt einen Vortrag über die Politische Aspekte der Betreuung Schwerstbehinderter in Bosnien- Herzegovina. M. Salzer, Morgijana Karic und H. Haveric sprachen über die Erfahrungen mit dem Projekt „Schwerstbehinderte in Armut in Bosnien-Herzegovina , W. Strobl brachte neuroorthopädische Aspekte der Schwerstbehinderten-Betreuung in Bosnien- Herzegovina. M. Ettenauer, H.Husic und D. Ocic von Otto Bock berichteten über die Orthopädietechnische Versorgung Schwerstbehinderter in Sarajewo. Die Firma Lifetool hat für eine quadruplegische Klientin eine spezielle Computermaus angefertigt. Diese wurde von einem Mitarbeiter vorgestellt und die Funktion erklärt.

2) Im Rahmen der Jahrestagung der Fachärzte für physikalische Medizin fand am 21. September 2007 eine interessante Diskussion über Community Based Rehabilitation statt. CBR ist ein Konzept der UNESCO, WHO(World Health Organisation) und ILO (International Labour Office) "Strategy within community development for the rehabilitation, equalization of opportunities, and social integration of all people with disabilities”.

3) Herbsttagung des Berufsverbandes der Österreichischen Fachärzte für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am 1. Dezember 2007 im Leopoldmuseum .
DfD war mit einem Ausstellungsstand vertreten. Die Mitglieder des Berufsverbandes zeigten großes Interesse an den Projekten und ergänzten ihre homepage: www.austrian-orthopaedics.com mit einem link zu DFD . Dies hilft eine neue Gruppe anzusprechen.

4) Vorstellung der Entwicklungsprojekte von DfD und dem Projekt "Patenschaften in Bosnien-Herzegowina" bei einer Sitzung der Rotarier in Mödling durch einen Vortrag von Martin Salzer. Unterstützung in Form von Patenschaften für Schwerstbehinderte wird in Aussicht gestellt.

WEITERE INFORMATIONEN

1) Weltbevölkerung
Auszug aus den News der „Deutschen Stiftung Weltbevölkerung“ vom 23. 11. 07.

1.1. Frauen in Indien wollen weniger Kinder
In Indien ist die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau auf 2,7 gesunken – vor allem aufgrund der verstärkten Nutzung von Verhütungsmitteln. Indische Familien werden immer kleiner: Betrug die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau im Jahr 2000 noch 2,9, lag sie im Jahr 2006 bei nur noch 2,7. In zehn Staaten Indiens, vor allem im südlichen Teil des Landes, lag die Gesamtfruchtbarkeitsrate sogar weit darunter. Dort hat sie das so genannte Ersatzniveau erreicht, das bei durchschnittlich 2,1 Kindern pro Frau liegt.

Mehr Verhütung und spätere Heirat
Die sinkende Fruchtbarkeitsrate ist vor allem auf die verstärkte Nutzung von Kontrazeptiva zurückzuführen. So verhüteten in Indien erstmals mehr als die Hälfte der verheirateten Frauen (56 Prozent). Im Vergleich zu Angaben aus den Jahren 1998/99 griffen sie dabei verstärkt auf moderne Methoden zurück.
Auch das leicht gestiegene Heiratsalter hat dazu geführt, dass die durchschnittliche Kinderzahl gesunken ist. Hatten in 1998/99 noch 50 Prozent der 20- bis 24-jährigen Frauen bereits vor ihrem 18. Geburtstag geheiratet, waren dies in 2005/06 noch 47 Prozent. Zudem waren im jetzigen Untersuchungszeitraum die indischen Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich sechs Monate älter (19,8 Jahre).

1.2. Bevölkerungswachstum in Burkina Faso ungebrochen
Wie die im August veröffentlichten Ergebnisse der neuesten Volkszählung zeigen, wächst die Zahl der Menschen in Burkina Faso um knapp drei Prozent jährlich und beträgt heute 13,31 Millionen. Wenn dieses rasante Wachstum anhält, könnte die Bevölkerung innerhalb der kommenden zehn bis fünfzehn Jahre noch einmal um mehr als die Hälfte zunehmen – auf 20 Millionen Menschen. Allein die Bevölkerung in den städtischen Gebieten ist seit den 1970er Jahren um das Achtfache gewachsen.

Familienplanung vernachlässigt
Den Grund für die rasante Bevölkerungszunahme sehen Experten vor allem darin, dass die Regierung in den vergangenen Jahren das Thema Familienplanung stark vernachlässigt hat. Stattdessen waren die staatlichen Angebote zur reproduktiven Gesundheit im Land stark auf die Bekämpfung von HIV/Aids zugeschnitten.
"Die Dienstleistungen zur Familienplanung müssen dringend wiederbelebt werden", fordert Brigitte Thiombiano, Koordinatorin einer Geburtshilfeklinik – der ersten offiziellen Einrichtung für reproduktive Gesundheit, eröffnet im Jahr 1985. "Nur so können die Menschen in den Dörfern und Bezirken stärker für das Thema sensibilisiert werden." Bislang verhüten weniger als 14 Prozent der Bevölkerung in Burkina Faso, auf dem Land sind es sogar nur neun Prozent. Frauen bekommen im Durchschnitt noch immer sieben Kinder.

Zugang zu Verhütungsmitteln sichern
Die Regierung hat zwischenzeitlich einen Zehn-Jahres-Plan aufgestellt, um die Nutzung von Kontrazeptiva zu fördern und einen landesweiten Zugang zu Verhütungsmitteln zu gewährleisten. Darüber hinaus hat sie vor wenigen Wochen ein Programm gestartet, das sich in erster Linie dem Thema Familienplanung, aber auch dem Kampf gegen HIV/Aids und Genitalverstümmelung widmen soll.
Quelle: People & the Planet, 27. Oktober 2007.

2) Uganda
Übersetzter Auszug aus “The Makinye Annual”, Dezember 2007
Museveni regiert in Uganda seit über 20 Jahren. Uganda gehört zu den ärmsten Gebieten der Welt. Präsident Museveni hat die Idee wie sich Uganda zu einem wirtschaftlich ähnlich potenten Land entwickeln könnte wie etwa Indien und China: Frauen sollen mehr Kinder gebären! Die Geburtenrate beträgt bereits 6,7 Kinder pro Frau.50% der Bevölkerung sind unter 15 Jahre und der Großteil lebt in Armut. Die Schulbildung mangelt an Qualität und die Arbeitslosenrate ist hoch. Die Prognose ist das die Bevölkerung mit dem höchsten Wachstum (jährlich 3,6%) sich bis zum Jahre 2050 auf 82 Millionen Einwohner verdreifacht haben wird. Aufgrund des hohen Bevölkerungswachstumes kommt es bereits jetzt verbreitet zu Spannungen im Land.

 

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