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Reisebericht 9.12.-15.12.2007

 

Teilnehmer:
A.Kux, K. Waschak

 

 

Am ersten Tag können bereits 10 Kinder visitiert werden. Von jedem einzelnen werden alle Daten erhoben, bzw. überprüft, das Kind untersucht und ein aktuelles Foto angefertigt. Anschießend wird mit dem jeweils behandelnden Therapeuten das weitere Procedere besprochen.
Einige Kinder sind noch in laufender Gipsbehandlung, andere tragen bereits ihre Schienen.
Bei manchen liegt jedoch der Verdacht recht nahe, dass die Schiene wohl recht wenig getragen wird. In den folgenden Tagen werden weitere Kinder mit neuen Ponseti-Gipsen versorgt. So können die Fertigkeiten und der Fortschritt der Therapeuten wieder überprüft werden. Alles in Allem machen die Teams ihre Sache sehr gut.
Bei einer Besprechung mit allen Beteiligten – Formateurs, Therapeuten, Schustern – werden die zuletzt im August gemeinsam erarbeiteten wichtigen Punkte für die Arbeit im CNAOM gemeinsam diskutiert und etwaige Probleme aufgezeigt.

sidy
Tapferer Sidy im Gips
nach der Tenotomie

Folgende Punkte bedürfen noch Verbesserungen:
Aufklärung der Eltern über die Diagnose des Klumpfußes, den Verlauf der Therapie (Gipse, Tenotomie, wieder Gipse, Schienenbehandlung!!) und die Konsequenzen (Rezidiv) bei Non-Compliance.
Regelmäßige Übergabe der Dokumentation der einzelnen Therapeuten an Mr. Tounkara zum jeweils Monatsletzten
Steigerung der Awareness, z.B. in Hebammenschulen

Wir kommen überein, dass jeder sein Möglichstes tun wird, unsere gemeinsame Arbeit an diesem Projekt zu verbessern. Aus diesem Grund, müssen wir uns mit Ende Dezember von Dado und Koudedia als Therapeuten leider verabschieden, da ihr Interesse aktiv mitzuwirken zu gering ist.
Das dringend benötigte Handbuch zur Anfertigung einer Steenbeck-Abduktions-Schiene wird weiter aus dem Englischen ins Französische zu übersetzen und die für die Schuster so wichtigen Abbildungen einzufügen.
Wir hoffen mit diesem Schritt zukünftig die exakte und gut korrigierende Anfertigung der Steenbeck-Schienen besser gewährleisten zu können.

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Anlegen der Steenbeck Schienen


Besprechungen bezüglich der weiteren Zukunft des Projektes werden von Anita Kux geführt. Bei einem Termin mit M. Konate Ismaila, dem Präsident der FEMAPH, wird der Fortschritt des Projektes und vor allem die derzeitig Situation im CNAOM geschildert. Er wird sich dafür einsetzen, dass die Regierung für Dr. Kire als Arzt im CNAOM einen Posten schaffen wird; ein wichtiger Schritt sowohl für das Projekt, als auch für den engagierten Jungarzt und seine Zukunft.
Me. Traore von RBC erkundigte sich genauestens über die einzelnen Mitarbeiter des CNAOM; als die 3 verlässlichsten wurden ihr Baba, Kire und Tsiamiou genannt.Ein weiter Termin wird bei Me. Fantamady Traore, der Vertreterin von Me. Coulibaly, wahrgenommen.

Ein Zielgespräch mit den 3 Formateuren, die derzeit am engagiertesten am Projekt arbeiten wird durchgeführt.

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6 Wochen alter Säugling
mit schwerem
beidseitigem Klumpfuß


Eine Digitalkamera wird gewünscht, um die Therapieerfolge besser dokumentieren zu können und das Ergebnis nach dem letzten Gips dokumentieren zu können und so besser zwischen Rezidiv (Wiederauftreten der Fehlstellung) oder Residuum (Restfehlstellung) unterscheiden zu können.

Ein Treffen mit HI fand trotz mehrmaliger Versuche unsererseits leider nicht statt. Trotzdem sollte es Aufgabe der nächsten Mission im Februar sein, in einem persönlichen Treffen mit HI die Situation im CNAOM zu klären.
Dr. Ballo besucht uns zum Abschied. Er versichert uns, an einer weiteren gemeinsamen Arbeit im operativen Sektor unseres Projektes sehr interessiert zu sein. Bis zum 15. Jänner wollen er und Dr. Kire klären, ob für den Aufenthalt in Februar im OP des Hospital 5 eine Diathermie und eine Blutsperre verfügbar sein werden.

Wir sind der Meinung, dass unser Aufenthalt vor allem für die gute Zusammenarbeit des Teams untereinander sehr wichtig war; jeder einzelne versicherte uns seine höchste Motivation für die Gesundheit der Kinder in seinem Land die best mögliche Arbeit leisten zu wollen.

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Unser erfolgreiches Team
im Dezember 2007