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Terra Preta

Mit Terra Preta Indianererde stoppen wir die Klimaerwärmung!

Geht uns ohne Erde die Luft aus?
Mit einem Hektar Terra Preta binden wir 250t Kohlenstoff um der Erderwärmung entgegenzuwirken. Wir machen Experimente, um die Terra Preta direkt am Feld herzustellen und sie im Anbau der Wald-Biolandwirtschaft zu nützen.
Mit Ihrer Hilfe unterstützen wir dieses
ecocrowdfunding Projekt in Brasilien von Gregor Kux

Beschreibung

Das Potenzial der langfristigen Bindung des Kohlenstoffs in der Erde ist noch völlig ungenutzt. Vielleicht können wir damit dem Klimawandel effektiv entgegenwirken. Wir planen vier Experimente, um praktisch anwendbare Erfahrungen zu erbringen und Wissen zu generieren, welches öffentlich zur Verfügung stehen wird. Das Projekt möchte ein Ausgangspunkt für die praktische Generierung von fruchtbarer Schwarzer Indianererde als andauernden Kohlenstoffspeicher bilden.

Wir wollen zwei Experimente durchführen, um die günstigsten Methoden zur Herstellung von Terra Preta zu ermitteln. Mit diesen Ergebnissen realisieren wir danach zwei Feldversuche in größerem Maßstab. 

In den ersten zwei Experimenten, eines in 100 Liter Tonnen und das andere in 2 Kubikmetern großen Erdlöchern, werden wir die besten Kombinationen der Komponenten erforschen und den Anstieg des gebundenen organischen Kohlenstoffanteils im Boden messen. Zugleich werden wir verschiedene Pflanzen anbauen und mittels wöchentlicher Fotodokumentationen auf die Bodenfruchtbarkeit zurückzuschließen. Wir wollen durch das schnell wachsende Wurzelwerk des Vetiver-Gras, des Mombasa-Gras oder dem Weizen, der nach 10 bis 20 Tagen immer wieder geschnitten wird, abwechselnd mit Leguminosen den Kohlenstoffgehalt der Erde schnell erhöhen. Die Herausforderung besteht darin, die Erzeugung der neuen Schwarzen Indianererde auf die effektivste und wirtschaftlich machbarste Weise zu erreichen.

Wir planen zwei weitere Experimente auf den Feldern der lokalen Biobauern durchzuführen. Bei diesen geht es darum eine praktische und durchführbare Verarbeitungsmethode zu entwickeln, um in größeren Mengen Biomasse in Terra Preta zu verarbeiten. Wir wollen in verschiedenen Abständen verschieden Tiefe Gräben anlegen, und die Fruchtbarkeit auf lange Zeit beobachten, indem wir die Erntemengen messen.

Eine zentrale Frage für die Wirtschaftlichkeit ist, in welchem Ausmaß die neue Schwarzerde verdünnt werden kann ohne ihre Fruchtbarkeit und Vitalität zu verlieren.


Hintergrundinformationen


https://www.ecocrowd.de/projekte/terra-preta/
Mitten im Amazonas, entlang den Flüssen, finden sich alle zwei, drei Kilometer hundert Meter große Kreise an seit tausend (!!) Jahren fruchtbaren Böden. Ihre andauernde Fruchtbarkeit hängt direkt mit ihrem Kohlenstoffgehalt zusammen. Sie können pro Hektar (ha) bis zu 250 t (9 % ihres Gesamtvolumens) organischen Kohlenstoff langfristig speichern. Dies entspricht 917 t CO2 . Diese Schwarze Indianererde (Terra Preta do Índio) enthält damit drei Mal mehr gebundenen organischen Kohlenstoff als die umliegenden Böden (3 %). Wenn wir pro Jahr um 0,4 % (4 Promille) die Menge des in den gesamten Erdböden enthaltenen organischen Kohlenstoffs erhöhen würden, so bindet sich damit der weltweite Ausstoß des Kohlendioxids eines ganzen Jahres (siehe die internationale Initiative der Klimakonferenz Paris 2015: www.4p1000.org).
Ziel dieses Projektes ist es Beispiele zu realisieren bei denen der Kohlenstoffgehalt der Erde durch ihren Humusanteil um 4 Prozentpunkte erhöht wird und damit einen langfristig fruchtbaren Boden zu schaffen als Ausgangssituation für die Wald-Landwirtschaft im Sinne der syntropischen Wald-Landwirtschaft von Ernst Götsch. 4 Prozentpunkte entsprechen 100 t C / ha, bzw. 376 t CO2 ( = 950 Tausend Flugkilometer pro Passagier !!).

 

 

   
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