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Bosnien-Herzegowina - Verschiedene Bereiche von persönlicher Assistenz

 

Die verschiedenen Bereiche von Persönlicher Assistenz
Workshops in Sarajewo und Banja Luka 2017

Die Workshops wurden vom 27. Mai bis 11. Juni 2017 abgehalten – verteilt auf drei Wochenenden, von denen zwei in Sarajevo und eines in Banja Luka stattfand.

Das Konzept wurde gemeinsam von Fachleuten und Menschen mit Behinderungen, die selbst die Dienstleistung der Persönlichen Assistenz nutzen, ausgearbeitet und an den einzelnen Tagen theoretisch und praktisch referiert . Organisiert von unserer Klientin und Präsidentin des Vereines Amela Velic.

Die Inhalte umfassten

  •  Themen aus dem medizinischen, psychologischen und rechtlichen Bereich
  •  Persönliche Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen und deren Austausch
  • Wie werden behinderte Menschen gesellschaftlich wahrgenommen
  • Sozialer und rechtlicher Status von Menschen mit Behinderung
  • Die Beziehung  und Kommunikation zwischen KlientInnen und persönlichen AssistentInnen
  • Klare Verhältnissen zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitehmerInnen
  • Ein Curriculum für die Ausbildung von Persönlichen AssistentInnen

Am ersten Tage wurde eine Pressekonferenz abgehalten, um die Öffentlichkeit über die Bedeutung von Persönlicher Assistenz und die bevorstehenden Aktivitäten zu informieren.

Obwohl nur wenige Journalisten kamen, gab es überraschend viele Veröffentlichungen in den Medien. Alle Ausschnitte, die bei der Pressekonferenz gedreht wurden, finden sie hier:

http://www.viphd.ba/2017/05/27/ilidza-pres-konferencija-udruzenja-bosnian-doctors-for-disabled-edukacija-u-okviru-projekta-personalna-asistencija-za-osobe-s-teskim-invaliditetom-u-bih/

Alle Teilnehmer betonten, dass sie sehr davon profitiert haben und weitere Workshops wären erwünscht und notwendig.  Im September 2017 findet daher ein weiterer Workshop für die von uns unterstützten KlientInnen statt.  Sowie weitere Vernetzungstreffen und die Weiterarbeit an der Plattform „Independent living“.

 

   

Prof. Dr. Muftic spricht über medizinische
Aspekte bei  Persönlicher Assistenz.

 

 

Die TeilnehmerInnen konnten auszuprobieren, wie es sich anfühlt, einen Rollstuhl zu fahren. 

 

     
 Bei der Übung der Psychologin Morgijana Karic Nezirovic konnten sich die TeilnehmerInnen die Augen verbinden  
lassen. Wie ist es, wenn man einer anderen Person überlassen ist und ihr „blind“ vertrauen muss.
  Anes Mehic bringt die TeilnehmerInnen dazu, eine halbe Stunde bewegungslos  zu sitzen, um ansatzweise nachfühlen zu können, wie es einem Menschen mit Schwerstbehinderung täglich ergeht.


Ein gelungener Beitrag zur lokalen Vernetzung und Bewusstseinsbildung.  Aber noch keine nachhaltige Verbesserung  der Sozialgesetzgebung In BiH für alle Betroffenen:

Grundlage dafür wäre die Einstufung und Erhebung der Schwerstbehinderten. Ohne eine detaillierte Datenbank kann die Dienstleistung der Persönlichen Assistenz nicht in die Rechtsordnung von Bosnien und Herzegowina eingeführt werden. :

Das Hauptproblem, warum eine detaillierte Datenbank bislang nicht existiert, ist das fehlerhafte medizinische Einstufungsmodell und die diskriminierende Einteilung zwischen Kriegsveteranen, zivilen Kriegsopfern und Menschen mit Behinderungen, deren Behinderung keine Kriegsfolge ist.

Austrian und Bosnian Doctors for Disabled arbeiten schon sehr lange daran, das  medizinische Einstufungsmodell durch ein soziales Einstufungsmodell zu ersetzen.  Der Weg bis dahin ist aber immer noch steinig und schwer.

Bei einem Treffen im Mai dieses Jahres mit Prof. Salzer wurde wieder einmal ein diesbezügliches Abkommen mit dem Sozialministerium vorbereitet. Wir hoffen, dass die verbale Bereitschaft auch praktisch umgesetzt werden kann.

 

 

   
© Doctors for Disabled