Spenden  

Österreichische Gesellschaft 
für medizinische 
Entwicklungszusammenarbeit

Austrian society for medical 
development cooperation


SPENDENKONTO:
Raiffeisen Bank International
IBAN:
AT58 3100 0001 0405 3708
BIC: RZBAATWW 
   

CSO (Civil Society Organization) - Titanicsyndrom

Tanzen bis zum Untergang

Martin Salzer

Am 15. April 1912 versank die „unsinkbare“ Titanic mit 1.512 Menschen im eisigen Atlantik.

Auf der Titanic haben zum Zeitpunkt der Kollision mit dem Eisberg nur sehr Wenige den Ernst der Lage erkannt, da trotz des großen Lecks das Schiff ja unsinkbar war. Es hätten wahrscheinlich fast alle Menschen gerettet werden können, wären gleich nach dem Zusammenstoß mit dem Eisberg in aller Ruhe gezielte Maßnahmen gesetzt worden! Aber: „ Zu einem Zeitpunkt, wo in den Zwischendecks die Menschen schon ertranken, ging das Tanzen in den Luxusdecks  weiter - bis zum Untergang“. (Jean Ziegler)

Massive Bedrohung der Passagiere im „Raumschiff Erde“

Unser Raumschiff Erde ist heute ähnlich gefährdet. Allerdings wird es nicht zu einem Zusammenstoss mit einem Eisberg oder einem Asteroiden kommen. Das Schiff „blauer Planet“ wird zwar weiterfahren, aber uns Passagieren könnte es ähnlich schlecht gehen, wie jenen auf der Titanic.

Die Situation auf unserem Raumschiff Erde ist ganz anders gelagert, aber auch äußerst bedrohlich: Die Veränderungen durch den Klimawandel, der durch uns Menschen in den letzten zwei Jahrhunderten verursacht wurde, bedrohen nicht das Schiff, aber dessen Passagiere. Dies bestätigt der neue Klimabericht IPCC aus Genf mit statistischer Signifikanz! 

Wir haben mehr Zeit als die „Titanic“ um die Katastrophe zu vermeiden, aber wir müssen sofort  beginnen. Leider sind nur wenige Menschen weitsichtig genug, eine Veränderung unseres Verhaltens rasch zu fordern um so die langsame aber unaufhaltsame Verschlechterung der Lebensbedingungen unserer Kinder und Enkel zu verhindern. Die große Masse der „dumpfen“ Menschen und die allermeisten Politiker machen weiter wie bisher --- sie tanzen bis zum Untergang, wie auf der Titanic!

Das bedeutet in unserer sogenannten Ersten Welt dass die Menschen weiter ihren Wohlstand vermehren und ihre unterschiedlichsten „Bedürfnisse“ in möglichst kompletter Weise zu erfüllen trachten. Dieses Verhalten bezeichnen wir als das „Titanicsyndrom“!

Das „Titanicsyndrom“

Wie lässt sich dieses medizinisch beschreiben?

Der betroffene Mensch ist schwer sehbehindert und erkennt dadurch nicht die Gefahren um ihn herum. Er lässt sich aber von Spezialisten nicht behandeln und mit einer entsprechenden Brille versorgen.

  • Der Mensch ist taub für die Informationen bezüglich seiner eigenen Zukunft und diejenige seiner Nachkommen und trägt nicht den notwendigen Hörapparat.
  • Die durch Trägheit und Passivität aufgetretene geistige Verfettung wird nicht durch eine entsprechende Diät - freiwillige Selbstbeschränkung - behandelt.
  • Es finden sich Zeichen einer präsenilen Demenz: Gefahrenzeichen können nicht mehr erkannt und verarbeitet werden.
  • Es bestehen Symptome des „manischen Irre-Seins“: hektisch und unreflektiert wird das „Leben genossen“.

Die schwere Krankheit beim Zusammentreffen aller Symptome des Titanicsyndroms ist lebensbedrohlich—besonders für die Kinder und Enkel der heute lebenden Menschen.

Die Erkennung und Behandlung des Syndroms ist daher überlebensnotwendig.

Symptome erkennen, Behandlung beginnen

Alle Meinungsbildner und Multiplikatoren, egal ob Ärzte oder Nichtärzte sind daher aufgerufen die Symptome so früh als möglich zu erkennen und Behandlungsmaßnahmen zu beginnen und dadurch die „Rettungsboote“ zu aktivieren.

Die Behandlungsmaßnahmen bestehen aus...

  • Information der Menschen, beginnend von den Schulkindern über die Gefahren des Klimawandels
  • Einbremsen des Klimawandels durch radikale Reduktion des CO2-Ausstoßes.
  • verantwortungsvollem und nachhaltigem Umgang mit den Ressourcen (Energie, Wasser, Wälder).
  • Maßnahmen zur Familienplanung, besonders durch „Primary Care“ um die rasante Zunahme der
  • Bevölkerung – besonders in Afrika – zu bremsen
  • Beginn mit der „Großen Transformation“, die vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Bundesregierung 2011 publiziert wurde

Wenn wir Meinungsbildner intensive Aufklärungsarbeit leisten, kann uns die „träge Masse“ nachfolgen. Es ist noch nicht zu spät, aber die Zeit drängt! Das Raumschiff Erde hat wie die Titanic am Morgen des fünfzehnten Aprils 1912 schon deutliche Schlagseite.

Unser erster Schritt

Im Sinne unserer Verantwortung für uns selbst und unsere Kinder und Enkel hat die „Österreichische Gesellschaft für medizinische Entwicklungszusammenarbeit“ (doctors for disabled) eine zivilgesellschaftliche Plattform gegründet. Zielsetzung ist die Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung in Österreich sowie die Implementierung von unterstützenden Maßnahmen zur Familienplanung in den „Entwicklungsländern, besonders in Afrika.

Lasst uns beginnen bevor es zu spät ist!

Wien im Oktober 2013

 

   
© Doctors for Disabled