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Österreichische Gesellschaft 
für medizinische 
Entwicklungszusammenarbeit

Austrian society for medical 
development cooperation


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CSO (Civil Society Organization)

Warum wir eine zivilgesellschaftliche Plattform gegründet haben

Im Sinne unserer Verantwortung für uns selbst und unsere nachfolgenden Generationen (Kinder und Enkel), hat die „Österreichische Gesellschaft für medizinische Entwicklungszusammenarbeit“ (Austrian Doctors for Disabled) eine zivilgesellschaftliche Plattform „Bevölkerungsentwicklung/Familienplanung“ gegründet. Zielsetzung ist die Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung in Österreich sowie die Implementierung von unterstützenden Maßnahmen zur Familienplanung in der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Probleme der Bevölkerungsentwicklung müssen eine hohe Priorität in einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit erhalten!


Die Weltbevölkerung erreichte die erste Milliarde im Jahr 1804.
1900 lebten 1,6 Mrd Menschen auf der Erde. Im Jahr 1999 überschritt die Weltbevölkerung die 6 Mrd-Grenze. Damit hat sich die Weltbevölkerungszahl im 20. Jahrhundert nahezu vervierfacht -
ein in der Geschichte der Menschheit einmaliger Vorgang.

Das Bevölkerungswachstum findet zukünftig fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt.

Die afrikanische Bevölkerung südlich der Sahara wächst am schnellsten:

  • Sie hat 2009 die Eine-Milliarde-Marke überschritten.
  • Bei einem monatlichen Bevölkerungszuwachs von circa zwei Milionen Menschen wächst der Kontinent um jährlich 24 Millionen.
  • Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Menschen voraussichtlich mehr als verdoppeln und dann etwa zwei Milliarden umfassen.

 

 


PRIMARY CARE - ERSTE HILFE VOR ORT
Gemeinschaftsbezogenes umfassendes nachhaltiges soziales und medizinisches Service Comprehensive sustainable community-based social-medical Service

1.Mütter-Kindergesundheit:
1.1. Sichere Geburt (gegen die 200.000 toten Mütter jährlich - MDG 5) 
1.2. Gesunde Kinder (gegen die 4,5 Mill toten Kinder vor dem 5. Lebensjahr jährlich - MDG 4)
1.3. Familienplanung und Beratung über sexuelle und reproduktive Gesundheit 
1.4. Aufklärung gegen weibliche Beschneidung (Femal Genital Mutilation—FGM)
1.5. AIDS-Prophylaxe und Mitbetreuung von AIDS-Kranken

2. Empowerment von Frauen und Mädchen
2.1. Regelmässiger Schulbesuch 
2.2. Sekundärbildung vermitteln, besonders für Mädchen - späteres Heiratsalter 
2.3. Beratung über Mikrokredite  

3. Ernährungsberatung gegen Unter-, Mangel- und Fehlernährung

4. Hygieneberatung
4.1. Trinkwasser/Abwasser - Prophylaxe von Durchfallskrankheiten
4.2. Zahnpflege - Prophylaxe von Noma
4.3. Beratung über Sanitäreinrichtungen – Malariaprophylaxe, Moskitonetze

5. Wohnortnahe Rehabilitation (CBR = Community Based Rehabilitation):
Erkennung und Weiterleitung von Behinderten mit Klumpfüssen, Gaumenspalten, Osteomyelitiden, Spastikern, Blinden, von Unfallsfolgen wie Amputationen, 
Pseudarthrosen, Verbrennungen etc.

6. Bildungsmassnahmen, gemeinsam mit Schulen: 
6.1. Primärbildung für alle Buben und Mädchen (MDG 2) 
6.2. Sekundärbildung (besonders für Mädchen - späteres Heiratsalter)
6.3. Erwachsenenbildung - Vocational Training

7. Kommunikation mit sekundären und tertiären Gesundheitseinrichtungen:
7.1. Supervision durch regionale und nationale Spitäler 
7.2. Weiterbildung der lokalen Feldarbeiter ( Medical Assistants, Hakim Basha, Behwarz)

8. Transportorganisation von Schwerkranken, Verletzten und Gebährenden in Spitäler

9. Dokumentation von Geburten, Schwerkranken, Behinderten und Sterbefällen im direkten Einzugsgebiet

10. Versorgung mit Basismedikamenten

11. Durchführung von Impfungen

 


Überlegungen von Martin Salzer

Durch den 5. UN-Klimareport (Intergovernmental Panel on Climate Change = IPCC) vom 23.Sept. 2013 wurde mit statistischer Signifikanz (p=o,05) bestätigt, dass der Klimawandel durch menschliche Aktivitäten hervorgerufen ist. Bekanntlich führte er schon jetzt zur Erwärmung der Erdoberfläche (0,81 Grad Celsius seit 1880), zum Anstieg des Meeresspiegels (um 13 cm seit 1901) und zum Abschmelzen der Gletscher und der Polkappen.

Die Weiterentwicklung des Klimas hängt entscheidend davon ab ob es gelingt den Ausstoß der Treibhausgase, besonders von CO2 und Methan entscheidend zu verringern. 

Dazu wurden im Klimabericht mehrere Szenarios (Representatives Concentration Pathways=RCP`s) vorgestellt: 

Im RCP 2.5 bleibt die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich unter der kritischen Grenze von ZWEI Grad Celsius. Allerdings müssen dazu baldigst rigorose Maßnahmen zur Begrenzung des CO2-Ausstosses ergriffen werden. Bei unverminderten, oder sogar steigenden „Klimasünden“ (RCP 8.6) kann es zu einem Temperaturanstieg von bis zu VIER Grad Celsius kommen, mit unabsehbaren Konsequenzen für unsere Nachkommen!

Das heißt: WIR MÜSSEN RASCH HANDELN --- im „Kleinen“, in Österreich, in Europa, weltweit! 

Die wichtigsten Handlungsstränge:

1. Politik und Meinungsbildung:
Das Problem Klimawandel verlangt eine höchste Prioritätsstufe im „täglichen und politischen Alltag“

2.Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen:
a) Einführung einer CO2-Steuer
b) Umstieg auf Erneuerbare Energie
c) Förderung der Gebäudeisolierung
d) Reduktion energieintensiver Sportarten: Formel 1, Flugshows, Schneekanonen

3. Landwirtschaft:
a) Förderung der (kleinräumigen und konsumentennahen) Biolandwirtschaft
b) Verbot von genmanipuliertem Saatgut
c) Reduktion der Flächen für Monokulturen
d) Begrenzung von Massentierhaltung

4. Verkehr:
a) Reduzierung des Verkehrs mit Verbrennungsmotoren—Förderung der Elektromobilität
b) Intensivierung und Förderung des öffentlichen Verkehrs
c) Flugverkehr: Abbau der Billig-Airlines, Erhebung einer Kerosinsteuer

 

DER KLIMAWANDEL EFORDERT RASCHES UND NACHHALTIGES HANDELN, SOWIE EINE NACHHALTIGE POLITIK, ZUR ERHALTUNG VON KLIMA UND UMWELT.

DAS SIND WIR UNSEREN KINDERN SCHULDIG, DIE EIN RECHT AUF EINE ÄHNLIHE LEBENSQUALITÄT AM ENDR DIESES JAHRHUNDERT HABEN, WIE WIR HEUTE.

 


Tanzen bis zum Untergang

Martin Salzer

Am 15. April 1912 versank die „unsinkbare“ Titanic mit 1.512 Menschen im eisigen Atlantik.

Auf der Titanic haben zum Zeitpunkt der Kollision mit dem Eisberg nur sehr Wenige den Ernst der Lage erkannt, da trotz des großen Lecks das Schiff ja unsinkbar war. Es hätten wahrscheinlich fast alle Menschen gerettet werden können, wären gleich nach dem Zusammenstoß mit dem Eisberg in aller Ruhe gezielte Maßnahmen gesetzt worden! Aber: „ Zu einem Zeitpunkt, wo in den Zwischendecks die Menschen schon ertranken, ging das Tanzen in den Luxusdecks  weiter - bis zum Untergang“. (Jean Ziegler)

Massive Bedrohung der Passagiere im „Raumschiff Erde“

Unser Raumschiff Erde ist heute ähnlich gefährdet. Allerdings wird es nicht zu einem Zusammenstoss mit einem Eisberg oder einem Asteroiden kommen. Das Schiff „blauer Planet“ wird zwar weiterfahren, aber uns Passagieren könnte es ähnlich schlecht gehen, wie jenen auf der Titanic.

Die Situation auf unserem Raumschiff Erde ist ganz anders gelagert, aber auch äußerst bedrohlich: Die Veränderungen durch den Klimawandel, der durch uns Menschen in den letzten zwei Jahrhunderten verursacht wurde, bedrohen nicht das Schiff, aber dessen Passagiere. Dies bestätigt der neue Klimabericht IPCC aus Genf mit statistischer Signifikanz! 

Wir haben mehr Zeit als die „Titanic“ um die Katastrophe zu vermeiden, aber wir müssen sofort  beginnen. Leider sind nur wenige Menschen weitsichtig genug, eine Veränderung unseres Verhaltens rasch zu fordern um so die langsame aber unaufhaltsame Verschlechterung der Lebensbedingungen unserer Kinder und Enkel zu verhindern. Die große Masse der „dumpfen“ Menschen und die allermeisten Politiker machen weiter wie bisher --- sie tanzen bis zum Untergang, wie auf der Titanic!

Das bedeutet in unserer sogenannten Ersten Welt dass die Menschen weiter ihren Wohlstand vermehren und ihre unterschiedlichsten „Bedürfnisse“ in möglichst kompletter Weise zu erfüllen trachten. Dieses Verhalten bezeichnen wir als das „Titanicsyndrom“!

Das „Titanicsyndrom“

Wie lässt sich dieses medizinisch beschreiben?

Der betroffene Mensch ist schwer sehbehindert und erkennt dadurch nicht die Gefahren um ihn herum. Er lässt sich aber von Spezialisten nicht behandeln und mit einer entsprechenden Brille versorgen.

  • Der Mensch ist taub für die Informationen bezüglich seiner eigenen Zukunft und diejenige seiner Nachkommen und trägt nicht den notwendigen Hörapparat.
  • Die durch Trägheit und Passivität aufgetretene geistige Verfettung wird nicht durch eine entsprechende Diät - freiwillige Selbstbeschränkung - behandelt.
  • Es finden sich Zeichen einer präsenilen Demenz: Gefahrenzeichen können nicht mehr erkannt und verarbeitet werden.
  • Es bestehen Symptome des „manischen Irre-Seins“: hektisch und unreflektiert wird das „Leben genossen“.

Die schwere Krankheit beim Zusammentreffen aller Symptome des Titanicsyndroms ist lebensbedrohlich—besonders für die Kinder und Enkel der heute lebenden Menschen.

Die Erkennung und Behandlung des Syndroms ist daher überlebensnotwendig.

Symptome erkennen, Behandlung beginnen

Alle Meinungsbildner und Multiplikatoren, egal ob Ärzte oder Nichtärzte sind daher aufgerufen die Symptome so früh als möglich zu erkennen und Behandlungsmaßnahmen zu beginnen und dadurch die „Rettungsboote“ zu aktivieren.

Die Behandlungsmaßnahmen bestehen aus...

  • Information der Menschen, beginnend von den Schulkindern über die Gefahren des Klimawandels
  • Einbremsen des Klimawandels durch radikale Reduktion des CO2-Ausstoßes.
  • verantwortungsvollem und nachhaltigem Umgang mit den Ressourcen (Energie, Wasser, Wälder).
  • Maßnahmen zur Familienplanung, besonders durch „Primary Care“ um die rasante Zunahme der
  • Bevölkerung – besonders in Afrika – zu bremsen
  • Beginn mit der „Großen Transformation“, die vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Bundesregierung 2011 publiziert wurde

Wenn wir Meinungsbildner intensive Aufklärungsarbeit leisten, kann uns die „träge Masse“ nachfolgen. Es ist noch nicht zu spät, aber die Zeit drängt! Das Raumschiff Erde hat wie die Titanic am Morgen des fünfzehnten Aprils 1912 schon deutliche Schlagseite.

Unser erster Schritt

Im Sinne unserer Verantwortung für uns selbst und unsere Kinder und Enkel hat die „Österreichische Gesellschaft für medizinische Entwicklungszusammenarbeit“ (doctors for disabled) eine zivilgesellschaftliche Plattform gegründet. Zielsetzung ist die Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung in Österreich sowie die Implementierung von unterstützenden Maßnahmen zur Familienplanung in den „Entwicklungsländern, besonders in Afrika.

Lasst uns beginnen bevor es zu spät ist!

Wien im Oktober 2013

 

   
© Doctors for Disabled