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Klumpfußprojekt Mali - Mission 08. - 25.10.2013

 

Mission vom 08. - 25.10.2013 durch Mamadou Kone, M.E.S.

 

Seit der letzten Mission im März 2012 ist die Behandlung des Klumpfußes im CNAOM kontinuierlich fortgesetzt worden. Die Mitarbeiter zeigten sich auch bei diesem Besuch wieder sehr engagiert und arbeiteten mit großem Einsatz.

Die Behandlungen werden von insgesamt 6 Personen durchgeführt: Dr. Kiré, Dr. Keita, Mohamed Thiamou, Dr. Cheick Sala sowie 2 Praktikanten.

Während dieser Mission wurde mit Unterstützung von DfD und unter der Leitung von Dr. Kiré und Dr. Keita ein Fortbildungsseminar organisiert, die Behandlungen fanden täglich (statt wie sonst 2x wöchentlich) statt und es wurden auch die dafür notwendigen Materialien angekauft.

Seit einigen Monaten ist die Klumpfuß Behandlung nicht mehr gratis, da die Budgetzuteilung durch die Regierung nicht wie zuvor stattfindet. Es werden Kosten wie eine Ordinationsgebühr, Gebühr für das Gipsen, Kosten für Gips u.a. Material verrechnet.

Die Anzahl der PatientInnen ist im Zuge dieser Neuerung gesunken, aber die Eltern haben mehr Verantwortung übernommen. Weil die Eltern sich der Kosten bewusst sind, achtensie besser darauf, dass die Materialien (z.B. Gips, Schienen) nicht beschädigt werden und laut Dr. Kiré und Dr. Keita gibt es daher auch fast keine Rezidiv-Fälle mehr.

Viele Eltern schaffen es, die Behandlungskosten aufzubringen, aber es gibt auch eine Reihe von Familien, die sich diese Ausgaben nicht leisten können.

Das CNAOM hat Ende 2012 einen Anbau für die Unterkunft der Familien von Kindern, die von weit her kommen fertiggestellt. Der Unterkunftstrakt besteht aus 4 Zimmern mit jeweils 3 Betten.

Es finden im Rahmen der Mission auch Treffen mit politischen Vertretern im Gesundheitsministerium statt um die Ponseti Methode in die lokalen Lehrpläne zu integrieren. Weiters sollte es eine klare Beteiligung des Gesundheitsministeriums in die Erweiterung des Projektes geben.

Auch ein Treffen mit dem Generalsekretär des Präsidenten hat statt-gefunden, mit dem Ziel die Unterstützung der Präsidentschaftskanzlei zu bekommen.

Eine Ausweitung des Klumpfußprojekts auf weitere Behandlungsstellen neben dem CNAOM ist immer noch ein langfristiges Ziel. Nach Rücksprache mit allen Beteiligten scheint eine zweite Behandlungsstelle in Bamako ausreichend zu sein. Allerdings sind auch Behandlungsstellen in anderen Städten/Regionen (v.a. im nördlichen Landesteil) wichtig, um eine flächendeckende Versorgung ohne unzumutbar lange Anfahrtswege (und damit auch sozialer Selektion) zu gewährleisten.

In Koulikoro (westlich und auch ziemlich nahe von Bamako) und Sikasso (südlich) könnte auf bereits bestehende Strukturen (orthopädische Behandlungszentren) aufgebaut werden.

Die Erweiterung erfordert intensive Planung und Vorbereitung sowie Verhandlungen mit verschiedensten Partnern.

Als Konsequenz dieser Mission und besonders der Veränderungen des Budgets im Fahrwasser des Militärputsches 2012 wurde von der Projektleitung eine neuerliche finanzielle Unterstützung beschlossen. DfD übernimmt die Behandlungskosten für Kinder von Familien, die nicht die Mittel haben selbst für die Behandlung zu bezahlen.

Im Rahmen der Mission wurde auch begonnen eine zentrale web-basierte Datenbank für alle neuen Fälle zu führen.

 

Dr. Kire mit PatientinDr. Kire und TeamUnterkunftstrakt mit 4 Zimmern à 3 Betten

 

   
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