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Klumpfußprojekt Mali - Supervision und weiterführende Ausbildung 27.02. - 05.03.2011

 

Supervision und weiterführende Ausbildung 27.02. - 05.03.2011

TeilnehmerInnen: Dr. Christof Radler, Dr. Tanja Kraus, Mamadou Kone

Es erfolgte bei dieser Projektreise eine weiterführende Ausbildung von Teilnehmern aus den Kommunen I bis VI, Kulikouro und Kathi. Zusätzlich wurde die Behandlung und die Cellule Pied Bot in CNAOM monitiert.

Am ersten Tag waren viele größere Kinder und junge Erwachsene vorstellig, bei denen eine Ponseti Therapie nicht möglich war. Eine operative Korrektur bei diesen Patienten ist derzeit nicht geplant.

Erfreulicherweise waren an den restlichen Tagen der Woche fast ausschließlich Säuglinge und Kleinkinder vorstellig, die entweder in der aktiven Behandlungsphase standen oder kontrolliert wurden. Auch zwei neue Säuglinge kamen zur Behandlung.

Die Gäste aus den umliegenden Gemeinden hatten die Gelegenheit selbst zu Gipsen, wobei sie von den Formateurs und uns angeleitet und supervidiert wurden. Zusätzlich wurde auf die Formateurs geachtet und alle Fälle gemeinsam diskutiert. Es wurde darauf hingewiesen, dass ab sofort die ABCDE Klassifikation bei jedem gehfähigen Kind durchgeführt werden soll. An jedem Tag gab es eine Abschlußbesprechung, wo auf Fehler eingegangen wurde und Fragen beantwortet wurden.

Dr. Kire befindet sich seit Beginn des Jahres im Senegal (Dakar), wo er eine Facharztausbildung zum Orthopäden begonnen hat. Diese seltene Möglichkeit wurde ihm durch sein Engagement in der Cellule Pied Bot geboten. Er wird seither von Dr. Karim Keita im CNAOM vertreten. Dr. Kire musste sich schriftlich verpflichten, nach den 4 Jahren Ausbildung wieder in CNAOM zu arbeiten. Er bekommt derzeit kein Gehalt mehr von CNAOM und lediglich eine minimale Unterstützung, wodurch ihm der Aufenthalt in Dakar fast unmöglich ist.

Dr. Karim Keita ist vom Team gut respektiert. Er wurde von Dr. Kire intensiv eingeschult und führt auch alle Tenotomien durch.

Mit dem stellvertretenden Direktor werden die neuen Ziele erläutert: es sollen 2 weitere Orte entstehen, an denen die Ponseti Methode durchgeführt werden kann. Commune 1 und 2 werden hierzu zusammengefasst werden und in Commune 1 sollen die Gipsbehandlungen erfolgen. Selbes gilt für Commune 3 und 4. So entstehen zwei weitere Orte. Die beiden neuen Zentren müssen derzeit von CNAOM mitfinanziert werden, wodurch nur eingeschränkt Material zur Verfügung steht. Hier sollte eine Unterstützung durch DfD für ein Jahr als Starthilfe durchgeführt werden. Die neuen Zentren sollten mit je 200 Euro pro Monat Materialkosten gefördert werden.

Desweiteren sollen die neuen Zentren so schnell als möglich in das Regierungsbudget mitintegriert werden. Hierzu gab es eine Besprechung mit dem Ministere national des Ministeriums für Soziales. Dieser ist sehr offen und erklärt sich bereit, die zwei zusätzlichen Behandlungszentren zu unterstützen.

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Christof Radler, Projektleiter

 

   
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